Werkzeuge | Planspiele & Policy Games
Neben den klassischen Ansätzen der Moderation und Projektorganisation setzen wir bevorzugt auf spielerische Methoden, um Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen zu aktiveren. Die hier dargestellten Planspiele, Policy Games oder Urban Games sind exemplarische Beispiele unserer Arbeit. Sprechen Sie uns für Ihre individuelle Lösungen direkt an.
Planspiele | Auswahl Planspielsteckbriefe
Direkt zu den Projekten:
- HEXGame
- Leerstand (K)Einfamilienhaus
- Mobilität im Quartier
- Risiko- und Prozessmanagement
- Sommerstraßenspiel
- Reiseziel Zukunft: Mobilität
- Traffic Planning
HEXGame
Umgang mit knappen Ressourcen
Das HEXGame bildet die Verwaltungseinheiten eines fiktiven Landes auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernehmen Führungsaufgaben auf den drei Ebenen von HEX-Land. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des gesamten Landes, ohne dabei eine Region oder kommunalen Bereiche zu vernachlässigen.
Der zentrale Fokus des Spiels liegt auf der Verteilung und Aushandlung von knappen Ressourcen (z.B. Budget, Arbeitskräfte oder Infrastruktur). Die zunehmend knapper werdenden Mittel müssen strategisch über die drei Ebenen und verschiedene Sektoren verteilt werden. Eine optimale Entwicklung gelingt den Teilnehmenden nur bei transparentem Informationsaustausch und einer gut ausgehandelten Ressourcenverteilung. Krisenhafte Ereignisse verschärfen die Situation und erzeugen zusätzlichen Entscheidungs- und Handlungsdruck. Die Teilnehmenden müssen unter Zeitdruck priorisieren, Ressourcen umschichten und diese neu verhandeln.
Das Planspiel ist sehr gut geeignet als Aufhänger, um eine Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und zu reflektieren: „Wie organisieren wir unsere Kooperationen und wie setzen wir gemeinsamen unsere knappen Ressourcen am effektivsten ein?“
- Bucerius Summer School on Global Governance (D)
- DHBW Stuttgart (D)
- Gemeinde Wageningen (NL)
- Gemeinde Zwolle (NL)
- Jugendarbeit Geretsried e.V. (D)
- Jugendamt Stuttgart (D)
- Jugendamt Frankfurt a. Main (D)
- Polizei Rotterdam (NL)
- Waterschap (NL)
- UNESCO
Leerstand (K)Einfamilienhaus
knapper Wohnraum auf dem Land
Das halbleere (K)Einfamilienhaus ist eine strategische Herausforderung für Kommunen. Es blockiert dringend benötigten Wohnraum für junge Familien oder Arbeitnehmer, was zu Abwanderung führen oder die soziale Versorgung gefährden kann. Dieses Planspiel wurde konzipiert, um Verantwortliche in Gemeinden unmittelbar für die strategische Bedeutung dieses Leerstands zu sensibilisieren und gemeinsam konkrete Maßnahmen zu entwickeln.Im Mittelpunkt des Workshops steht die tischgroße Karte einer fiktiven bayerischen Gemeinde. Die Teilnehmenden kommen aus Bauausschüssen, Verwaltung und Politik.
In den Spielrunden bricht die Wirklichkeit in Form von konkreten Wohnraumanfragen in diese Idylle ein. Schnell wird deutlich, dass viele Gebäude im Zentrum von alleinstehenden, meist älteren Frauen bewohnt werden. Die zentrale Aufgabe der Teilnehmenden ist es, diese Bewohnerinnen für Veränderungen zu gewinnen. Das Planspiel macht spürbar, dass dies mühsam ist und innovativer Ansätze bedarf. Selbst wenn es gelingt, stellt sich sofort die Folgefrage: Wo können diese älteren Menschen zukünftig in der Gemeinde wohnen?
Auf das Spiel folgt die Auswertung und der direkte Bezug zur Realität. Die Anwesenden spitzen ihre Überlegungen auf konkrete Arbeitsthemen zu. Das Planspiel wird zum Katalysator, um Geschwindigkeit aufzunehmen und die Attraktivität einer Gemeinde für alle Generationen langfristig sicher zu stellen.
- Stadt Kolbermoor (D)
- Gemeinde Rohrdorf (D)
- Gemeinde Tuntenhausen (D)
Mobilität im Quartier
CO2 reduzieren
Ziel des Spiels UTurn ist es, dass eine Gruppe von Bewohnern eines Quartiers innerhalb von zwei Spielrunden ihren CO2-Ausstoß für ihr persönliches, tägliches Mobilitätsverhalten um mindestens 10 % reduziert. Es handelt sich um ein hybrides Planspiel basierend auf einer Karte des jeweiligen Quartiers und einem webbasierten App. Das App erleichtert die persönliche Kalkulation der Teilnehmenden und fasst die Zahlen aller Gruppenmitglieder pro Runde zusammen. Am Ende vergleichen diese ihre Zahlen aus beiden Runden und erhalten unmittelbar Feedback, ob das Spielziel erreicht wurde. Da es bei dem Spiel maßgeblich um die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger geht, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen, basiert die Datenauswertung auf der aktiven und ehrlichen Beteiligung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit über ein interaktives Bot-System die Rollenübernahme der Teilnehmenden zu unterstützen.
Das Konzept und Planspiel wurde zusammen mit der HBK Braunschweig, Institut für Medienwissenschaften und dem OFFIS in Oldenburg entwickelt.
- Innenstadt, München (D)
- Mierendorffinsel, Berlin (D)
- Sonnenberg, Chemnitz (D)
Risiko- und Prozessmanagement
Strategische Vorgaben treffen operative Umsetzung
Eine funktionierende Infrastruktur ist das Rückgrat unserer Städte und Gemeinden. Doch was passiert, wenn diese erweitert oder erneuert werden muss? Und wie reagieren Organisationen, wenn es zu Störungen oder Krisen kommt?
Das Planspiel GRID ist Ihr interaktives Werkzeug, um diese Herausforderungen zu meistern und Ihre Organisation zukunftsfähig zu machen. GRID basiert auf den Forschungsergebnissen des BMBF-Projekts AktOr, das untersuchte, wie die Arbeitskultur von Hochrisiko-Organisationen (HROs) auf reguläre Industrie- oder Verwaltungsorganisationen übertragen werden können, um deren Resilienz zu stärken.
In diesem Planspiel wird die Versorgungsstruktur einer fiktiven Region zügig durch eine neue Technologie ersetzt. Das interaktive Setting wird durch gezielte Störungs- und Krisenszenarien ergänzt, die die Komplexität erhöhen und die Belastbarkeit Ihrer Prozesse und Teams auf die Probe stellen.
- DHBW Stuttgart (D)
- Hochschule Vorarlberg (A)
Sommerstraßenspiel
Wo macht eine Intervention Sinn?
Wir haben dies am Beispiel der Sommerstraßen einmal durchgespielt. Viele Gemeinden richten sogenannte Sommerstraßen über die Ferien ein. Oftmals stießen die von der Verwaltung ausgewählten und freigegebenen Orte jedoch nicht bei allen auf breite Akzeptanz. Wir hatten uns die Aufgabe gestellt, dieser wunderbaren Idee mithilfe unserer Expertise und spielerischen Ansatz zum Durchbruch zu verhelfen. Unser Ziel war es, schnell und effektiv die Plätze und Straßen zu identifizieren, deren Umgestaltung den größten Nutzen für die Nachbarschaft stiften.
Mit Hilfe unseres Tools erspielt man sich sprichwörtlich die richtige Straße. Unser Tool setzt konsequent auf das Wissen der Nachbarschaften.
Das Sommerstraßenkartenspiel ist ein effizientes Instrument, das:
• Impulse für die Diskussion liefert.
• Die Debatte strukturiert und die Wünsche greifbar macht.
• Die Entscheidungsfindung beschleunigt.
Schon mit einem halben Dutzend Teilnehmenden kann das Spiel gestartet werden. Am Anfang steht die entscheidende Frage nach der Art der gewünschten Nutzung – denn diese definiert den lokalen Bedarf und damit die Sinnhaftigkeit einer Umgestaltung: Sollen die Kinder intensiv auf der Straße spielen können oder sind in dieser Nachbarschaft eher Oasen der Ruhe gefragt? Dem schließen sich fünf weitere Phasen bzw. Fragen an.
Das Ergebnis ist eine konsensfähige Prioritätenliste von Orten, die den größten Mehrwert versprechen. Das Tool erreicht alle Akteure: Politik, Verwaltung und vor allem die Bürgerinnen und Bürger. Über die Sommerstraße hinaus: Das zugrundeliegende Dialogkonzept ist ein flexibles Werkzeug zur kollektiven Qualifizierung des öffentlichen Raums. Das Prinzip kann jederzeit auch auf die Entwicklung und Umgestaltung anderer Stadträume, Plätze und Freiflächen angepasst werden.
Reiseziel Zukunft: Mobilität
Die Mobilitätswende ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Doch allzu oft arbeiten Stadtplanung, Mobilitätsreferat, Umwelt- und Wirtschaftsamt an getrennten Strategien. Die komplexen Wechselwirkungen von Maßnahmen wie Fahrradschnellwegen, neuen Quartiershubs oder autonomen Flotten bleiben abstrakt – bis die Konflikte in der Praxis entstehen.
Genau hier setzt unser Planspiel an. Es ist ein interaktiver Workshop, entwickelt von der TU Delft, der die Dynamik in Ihrer Stadt auf den Tisch bringt. Es ist Ihr Labor, um die Konsequenzen strategischer Entscheidungen zu erleben und eine von allen getragene, integrierte Mobilitätsstrategie für die Stadt oder Stadtteil zu entwickeln. Dieses Tool wurde konzipiert, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu unterstützen und komplexe Planungsprozesse schon im Vorfeld greifbar zu machen.
Bringen Sie die Akteure aus allen relevanten Abteilungen an einen Tisch. Anstatt nur über Pläne zu diskutieren, erleben die Teilnehmenden direkt, wie eine Entscheidung der einen Abteilung die Ziele einer anderen beeinflusst. Das Ergebnis ist eine abgestimmte Strategie, die von allen mitgetragen und effektiv umgesetzt werden kann.
- Flächennutzung für integrierte Mobilität, Den Hague (NL)
Traffic Planning
spielerisch zum gemeinsamen Planungsauftrag
Traffic Planning ist ein Verfahren, das die Mobilitätssituation einer Region oder Gemeinde spielerisch, in kürzester Zeit abbildet.
Der gesamte Prozess beginnt mit einer sorgfältigen Stakeholderanalyse. Für die Teilnahme am Spiel werden die relevanten Akteure der Gemeinde identifiziert und eingeladen. Das Auswahlkriterium bilden dabei die unterschiedlichen fachliche Perspektiven und die Wirkung der Akteure in die Gemeinde hinein. Angesprochen werden Vertreterinnen der Verwaltung, der Politik und der Bürgerschaft.
Im Planspiel gleichen die Teilnehmer spielerisch ihr persönliches Wissen von der lokalen Versorgungslücken ab und konstruieren ein belastbares Abbild der Mobilitätssituation ihrer Gemeinde. Sie erarbeiten in einem offenen Dialog auf Augenhöhe, die für die lokale Situation angemessenen Lösungen. Ein öffentlicher Quickcheck bildet den Abschluss.
Die im Spiel identifizierten Problemsituationen und kreativen Lösungsansätze werden strukturiert dokumentiert und priorisiert. Das Ergebnis ist ein abgestimmter Maßnahmen-Fahrplan, der die politische und soziale Grundlage für eine zeitnahe, technische Planung und Umsetzung schafft.
- CO2 Reduktion, Region Stuttgart
- Mobilitätssituation, Gemeinde Markeltsheim
- Mobilitätssituation, Gemeinde Stocksee
- Mobilitätssituation, Region Röhn-Grabfeld
- Mobilitätssituation, Region Schweinfurt
- Mobilitätssituation, Stadt Linz am Rhein
- Abstimmung ÖPNV Angebote, Innenstadt, St. Petersburg