Policy Game „Community Planning“, macht sozialen Strukturen sichtbar und gestaltbar.
Community Planning: Wir entschlüsseln gemeinsam das „15-Minuten-Dorf“ (Ein Werkstattbericht)
Kennen Sie das? Man hat das Gefühl, im Ort fehlt etwas. Ein Treffpunkt für Jugendliche? Ein Lernort für Senioren? Aber oft bleibt es vage. Genau hier setzen wir an – und wir arbeiten gerade an einer Lösung: Mit unserer Neuentwicklung, dem Policy Game „Community Planning“, wollen wir kleinen Gemeinden und Stadtteilen ein Werkzeug an die Hand geben, um ihre sozialen Strukturen sichtbar zu machen und aktiv zu gestalten.
Wir stecken derzeit mitten in der Entwicklung und feilen an verschiedenen Prototypen. Unser Ziel: Ein einfach zu handhabendes Tool, das klare Analyse und Spielspaß verbindet.
So sieht unser aktueller Entwicklungsstand aus: Das Spielprinzip ist so simpel wie effektiv. Wir starten mit einer „fast leeren“ Karte der Gemeinde. Darauf sind nur die Gebäudekonturen zu sehen – das Spielfeld für die Realität.
Schritt 1: Der Ist-Zustand (Erfahrungen sichtbar machen) Zunächst testen wir, wie man Bewegungsmuster am besten abbildet. Wo wohnen die Teilnehmenden? Wo arbeiten sie? Aber viel wichtiger: Wo finden soziale Begegnungen statt? In unseren aktuellen Testläufen markieren die Teilnehmenden nicht nur Gebäude, sondern die Orte, an denen sie in der letzten Woche tatsächlich soziale Kontakte hatten – sei es der Bäcker, der Sportplatz oder das Bushäuschen. So entsteht ein Netz aus lebendigen Orten, das oft ganz anders aussieht als der offizielle Stadtplan.
Schritt 2: Der Perspektivwechsel (Lücken im System finden) Jetzt wird es spannend. Wir experimentieren damit, wie wir Teilnehmende aus ihrer Komfortzone locken. Mithilfe von „Aktionskarten“ (die wir stetig verfeinern) übernehmen sie Bedürfnisse aus ihnen fremden Lebenssituationen.
- „Ich bin 80 Jahre alt und möchte etwas Neues lernen. Wo kann ich das?“
- „Ich brauche um 8 Uhr morgens Betreuung für mein Kind.“
Die Teilnehmenden müssen Lösungen für Bedürfnisse finden, die nicht ihre eigenen sind. Gibt es diese Orte im Dorf? Oder muss man aktuell ins Nachbardorf ausweichen?
Der Ausblick: Vom Wunsch zur Wirklichkeit „Community Planning“ soll nicht bei der Mängelanalyse stehen bleiben – das ist unser Anspruch für die finale Version. In der letzten Runde geht es daher um die Zukunft: Wünsche werden wahr. Wenn ein Lernort für 80-Jährige fehlt, fragen wir konkret: Wo könnte er entstehen? Wer im Dorf hat die Kompetenz, so etwas anzustoßen? Aus abstrakten Wünschen werden greifbare Projekte.
Warum wir Sie jetzt schon mitnehmen Wir entwickeln dieses Tool speziell für kleine Gemeinden, die ihre sozialen Angebote selbst analysieren und stärken wollen. Da wir uns mitten im Prozess befinden, ist jetzt der spannendste Moment:
- Visuelle Klarheit: Wir erproben Wege, um schwarz auf weiß zu zeigen, wo Ihr Dorf pulsiert.
- Soziale Empathie: Wir testen, wie Perspektivwechsel am besten funktionieren.
- Handlungsorientierung: Wir arbeiten daran, dass am Ende ein echter Aktionsplan steht.
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie viel „15-Minuten-Dorf“ schon in Ihrer Gemeinde steckt – und wo wir die Wege noch verkürzen können.
Haben Sie Lust, diesen Entwicklungsprozess zu begleiten oder Pilot-Kommune zu werden? Sprechen Sie uns an.